Sonntag, 20. November 2016

Winterflucht nach Mexiko - ein neues Kleid muss her!

Mexiko - ich liebe dieses Land. Mit jeder Reise dorthin ein immer kleines bisschen mehr. Es hat mich sofort bei meinem ersten Besuch in seinen Bann gesogen und nie mehr losgelassen. Deswegen werde ich in diesem Winter der Kälte für einige Wochen den Rücken zu kehren und mich auf den Weg an die Riviera Maya machen – Mexikos karibischer Küste.

 Quelle: Pinterest

Der Gedanke an Urlaub, schöne Erlebnisse und fremde Kulturen versüßt mir gerade nicht nur das mausgraue Herbst- und Winterwetter, sondern bringt gleichzeitig frischen Wind ins Nähzimmer. Ein neues Kleid muss her. Schon seit Tagen stöbere ich durch Pinterest-Boards und Stoffläden, eine meiner liebsten Nebenbeschäftigungen des Nähens. Es wäre ja nicht so, dass ich das sonst nicht auch mache. Aber mit einem Projekt und einer großen Portion Vorfreude, macht es einfach noch doppelt so viel Spaß.




Auf meinem Mexiko Pinterest Board tummeln sich zur Zeit jede Menge Calaveras und üppige Blumen auf bunten Stoffen. Calaveras sind die tanzenden Skelette, die bunt bemalt und überall am „dia de los muertos“ (Allerheiligen) zu sehen sind. Seit Diego Rivera sie in seinem Werk „Sonntagsträumerei in der Alameda“ verewigt hat, besitzen sie Kultstatus und sind in Mexiko nicht mehr wegzudenken. Vor allem an diesem Tag schmücken sie allerlei Torten, Süßkram und ganze Straßenzüge.
Und obwohl der Festtag übersetzt Tag der Toten heißt, ist er Ausdruck der mexikanischen Lebensfreude. Und obwohl dieses Fest „Tag der Toten“ heißt und die Catrinas ein Symbol hierfür, sind sie doch Ausdruck purer Lebensfreude. Denn über den Tod wird in Mexiko gelacht. Dieses Gefühl und die farbenfrohen Motive möchte ich in ein Kleid packen.

 


Die passenden Stoffe würde auf jeden Fall Alexander Henry liefern. Bei ihm gibt es Totenköpfe und bunte Blumen in allen erdenklichen Ausführungen und Stofffarben. Das macht die Entscheidung zwar nicht leichter, aber hier sollte sich etwas Passendes zu finden. Ich glaube die Herausforderung besteht eher darin, das richtige Schnittmuster auszuwählen. So schön die Muster alle sind, ich möchte am Ende ja nicht aussehen wie eine wandelnde 70er Jahre Tapete. ;-)

Welche Schnitte würdet ihr bei graphischen Mustern bevorzugen?

Lieben Gruß,

* Julia



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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Konmari in meinem Nähzimmer: Macht es dich glücklich?

Es wurde ein bisschen still auf meinem Blog. Ich musste Platz schaffen, im Kopf und für neue Projekte. Nachdem ich mein großes Couture Projekt abgeschlossen hatte, wollte ich etwas Neues anfangen. Allerdings wusste ich nicht so richtig was und wie. Die Gedanken ließen sich einfach nicht richtig ordnen, überall erinnerte mich noch etwas an ein abgeschlossenes Projekt oder eines, das noch gar nicht zu Ende gebracht wurde. Schlechtes Gewissen machte sich mal wieder breit. Zu viel Stoff und Material, das nicht verarbeitet und in etwas schönes verwandelt wurde.

Ich musste etwas tun. Diese Situation verändern. Unmöglich hätte ich so etwas Neues nähen können. Zu groß wäre die Wahrscheinlichkeit gewesen, dass der Materialberg auf dem Arbeitstisch nur in die Höhe wächst, statt sich die Kleiderbügel im Schrank füllen. Ein Gefühl, das sicher die ein oder andere schon einmal so erlebt hat.


Nähzimmer aufräumen nach der Konmari Methode


Vor einiger Zeit ist mir im Netz Marie Kondo begegnet. Vielleicht ist sie euch auch schon einmal über den Weg gelaufen. Eine kleine unscheinbare Japanerin, die sich dem Thema Aufräumen gewidmet hat. Da bin ich neugierig geworden, denn ihr Name tauchte plötzlich überall auf. Ihr Buch „Magic Cleaning“ hat es bereits auf die New York Times Bestseller Liste gebracht. Etwas musste wohl dran sein, wenn sich plötzlich so viele Menschen für dieses eigentlich eher unbeliebte Thema interessieren.

Das Buch, das ich in den Händen hielt, war in Wirklichkeit gar kein richtiges Aufräumbuch je weiter ich hineinlas. Wer die perfekte Kleinkram Aufbewahrungs-Kiste und auf eine Erlösung für das Sortieren der Stoffberge in den viel zu kleinen Schrank im Nähzimmer sucht, wird definitiv enttäuscht werden. Dafür hält Marie leider keine Lösung parat. Aber sie stellt dir eine entscheidende Frage: Macht es dich glücklich?*

Jetzt denkst du vielleicht: Wie bitte, das soll mir beim Aufräumen helfen? Ja das tut es. Um genau zu sein, bewirkt es ein kleines Wunder. Sie hilft dir, deine gesammelten Werke aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu überdenken, welchen Stellenwert sie in deinem Leben einnehmen.

Klingt dir zu esoterisch? Praktisch ist ihre Vorgehensweise folgende: Aufräumen funktioniert nicht nach Räumen, sondern nur nach Kategorien und die erste sind Kleidungsstücke. Das ist am einfachsten, denn hier ist die emotionale Bindung am geringsten. Man kann so schon einmal üben bevor es an die etwas schwierigeren Kategorien geht. Als nächstes sind Bücher und Dokumente dran, dann geht es an die relativ großzügig definierte Gruppe „Kleinkram“ worunter auch die Hobbies fallen und als letztes an die persönlichen Gegenstände bzw. Erinnerungsstücke.

Ich wage das Experiment und ich fange wie beschrieben mit den Kleidern an. Alles muss aus dem Schrank, wirklich ALLES! Der Schock sitzt tief, als ich so langsam alle Kleidungsstücke zusammengetragen hatte und der Berg sich immer höher türmte. Nur so werden wir uns der Dinge bewusst sagt Marie Kondo. Ohja, es sind so einige vergessene Objekte zum Vorschein gekommen.


Kleiderberg nach dem Aufräumen mit Marie Kondo

Nun geht es ans Ausmisten. Und zwar nicht mit der Ja-Nein-Vielleicht Methode.. viel besser. Man nimmt jedes Teil in die Hand und fragt sich, ob es mich glücklich macht oder Freude bereitet. Bei manchen Teilen ist es ganz einfach, sie zaubern sofort ein Lächeln ins Gesicht und erinnern einen an die schönen Momente, in denen man es getragen hat. Andere wiederum wandern innerhalb von wenigen Sekunden auf den Kann-weg Stapel. Schwierig wird es bei Teilen, die entweder viel gekostet haben oder noch schwieriger, viele Nähstunden hineingeflossen sind. Zwar merkt man irgendwie schon, dass dieses Teil mehr schlechtes Gewissen zaubert als Freude und Glücksgefühle. Dennoch fällt es sehr schwer. Laut Kondo sollen wir diesen Teilen unseren Respekt zollen und uns bei ihnen bedanken für die vielen Dienste danken. Auf diese Idee wäre ich im Leben nicht gekommen.

So sich von seinen Kleidern zu trennen macht einen riesigen Unterschied. Das war für mich ehrlich gesagt der einzige Weg, mich von selbstgenähten Stücken zu trennen. Einige passen einfach nicht zu mir, sind überhaupt nicht mein Stil oder passen farblich nicht zu mir. Ich habe mich bei bedankt, für all die wichtigen Dinge und Techniken, die ich beim Nähen dieser Kleidungsstücke gelernt habe.

Marie Kondos Methode ist zugegebener Maßen gewöhnungsbedürftig und mitunter sehr radikal, aber eben auch sehr effektiv. Nachdem ich mich durch die erste Kategorie Kleider gearbeitet habe, konnte ich sofort die ersten positiven Effekte spüren. Ich konnte wieder atmen und ich stand nicht mehr ratlos vor meinem Schrank, was ich denn anziehen könnte. Ich hatte ja nur noch Lieblingsteile! Diese Begeisterung hat mich ermuntert, bald die weiteren Kategorien anzugehen.

Und nun ja.. was soll ich sagen. Magic Cleaning hat auch vor dem Nähzimmer nicht Halt gemacht. Nach dem gleichen Prinzip habe ich meine Stoffberge, Kurzwaren und Nähutensilien durchkämmt. Teilweise war es sehr schmerzhaft, aber irgendwie auch schön alles Genähte anhand der übrig gebliebenen Stoffreste noch einmal Revue passieren zu lassen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, mit wie viel Stolz mich dieser Moment erfüllt hat. Es kommt doch schon einiges zusammen in den Jahren.

Je mehr ich aussortierte, desto freier wurden wieder meine Gedanken, als ob meine Kreativität einen Winterschlaf gehalten hat. Es war einfach nur befreiend mich von alten Projekten und Überresten zu trennen. Mit dem Abschied und dem Dank an die lehrreichen Lektionen, verschwand auch der heimliche Druck, doch noch etwas Sinnvolles und möglichst Kreatives daraus machen zu müssen.


after Konmari: Schnittmuster und Nähwerkzeuge müssen gehen


Bei den Nähhelfern sind nur noch diejenigen übrig geblieben, die ich wirklich immer benutze. So einige Wunderhelferchen mussten weg. Sei es weil sie einfach unpraktisch oder einfach in besserer Besetzung schon im Nähkorb vorhanden waren. Mit den Utensilien sind auch viele Schnittmuster und vor allem jede Menge burda style Magazine aus meinem Nähzimmer gegangen. Zwar lese ich die Zeitschrift gerne, nähe jedoch nie direkt etwas daraus. Ich suche mir die Schnitte viel lieber online heraus und nähe zu meinem Zeitpunkt. Einige wenige Lieblingsausgaben durften noch bleiben, zum Beispiel die Ausgabe 11/2012 mit Barbara Schöneberger, aus der dieses Abendkleid entstanden ist.


Marie Kondo: Nähzimmer aufräumen, die Nähzeitschriften

wenig gebrauchte Elna Excellence 680 Nähmaschine ist jetzt abzugeben


Es geht aber noch weiter. Und ich glaube, dieser Abschnitt ist wirklich nur für die Hartgesottenen. Also wenn du bei den Stoffen schon ein leichtes Herzrasen verspürt hast, solltest du diesen Abschnitt überspringen ;-) Denn jetzt geht es an die Heiligtümer - die Nähmaschinen. Und nun ja, was soll ich sagen. Meine treue Pfaff und auch die Elna-Maschine stehen noch bei mir, aber ich habe mich schon von ihnen verabschiedet. 

Erstere hat mich sehr lange begleitet und war wirklich eine absolute Lieblingsmaschine. Jetzt bin ich langsam „rausgewachsen“. Sie ist mittlerweile zu langsam und bremst mich in meinem Näheifer. Die Elna-Nähmäschine* ist zwar um einiges schneller und hat neben gefühlt tausenden Stichen viele tolle Komfortfunktionen, wie automatische Nahtverriegelung und einen Fadenabschneider. Auch sie macht mich nicht glücklich. Ihr erinnert euch vielleicht, ich habe sie beim burda style Talent Wettbewerb gewonnen. Zugegebenermaßen hätte ich mich nicht von ihr verabschiedet, wenn nicht zu diesem Zeitpunkt schon die Idee von einer Industrienähmaschine in meinem Kopf gespukt hätte. Denn die Elna kann so schöne Augenknopflöcher nähen, die hätte ich damals bei meinem Mantel gebraucht.
Die Idee mit der Industrienähmaschine ist mittlerweile gereift und schon in der Umsetzung. Die Pfaff möchte ich durch eine etwas kompaktere „Reise-Nähmaschine“ mit ein paar mehr Funktionen ersetzen.




Die nächsten Tage werde ich wohl noch einmal mein Nähzimmer genauer unter die Lupe nehmen und die Konmari-Methode anwenden (Konmari ist Marie Kondos Spitzname). Es sind noch viele Sachen übrig geblieben. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass ich bei den Nähsachen nicht ganz so radikal vorgehen kann, wie bei anderen Kategorien. Dafür bedeutet mir dieses Hobby so viel. Ich fühle mich aber schon viel freier in meinem Nähzimmer und meine Kreativität erlebt gerade einen neuen Auftrieb. Ein schönes Gefühl!


Lieben Gruß,

* Julia



PS. Wenn ihr Interesse an Schnittmustern oder der Nähmaschine habt und ich euch eine Freude machen kann, schreibt mir gerne eine Mail oder stöbert bei meinen *Kleinanzeigen. (hier gibt es übrigens einen ausführlichen Testbericht über die baugleichen Janome Maschine, der sich mit meinen Erfahrungen zur Elna Excellence deckt)


*Im Englischen: „Does it spark Joy?“ – „Bereitet es dir Freude?“ Die für mich treffendere Übersetzung und letztlich die Frage, dich ich angewandt habe. Glück wird in unserem Sprachraum oft mit einem höheren Sinn zusammengebracht und verkompliziert (zumindest für mich) die Angelegenheit nur unnötigerweise. Die Emotionen die man mit Freude verbindet sind dagegen m.E. eindeutiger.

Mittwoch, 28. September 2016

Die besten Instagram Kanäle als Inspirations- und Wissensquelle

Ich liebe Instagram und das Stöbern nach schönen (Näh-)Bildern. Am meisten freue ich mich, wenn ich einen Blick in ein Haute Couture Studio erhaschen kann oder ich einen Ausschnitt von einem schwierigen Detail auf einem Bild finde.

Für diese Blicke hinter die Kulissen kann ich euch besonders diese Feeds ans Herz legen.

Zac Posen


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Ein von Zac Posen (@zacposen) gepostetes Foto am



Susan Khalje Couture


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Sebastian Hoofs


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Nina Clausen




Das Revers ist fertig pikiert und das Eckenband fertig zum Anstaffieren. Viele kleine Handstiche, von deren Existenz später kaum jemand etwas ahnt, wenn er den fertigen Kaschmirmantel sieht. I just finished padstitching the lapel and now I'm ready to fellstitch my tape around the edges at this luxurious cashmere/wool coat I'm currently working on. Many small stitches hidden inside and only a few people will know it! #toolsofthetrade #bespoketailoring #behindthescenes #tailorsatwork #tailormade #schoeneshandwerk #schneidern #pikieren #mantelrevers #traditionelleshandwerk #maßschneiderei #sartorial #insidecouture #imadeyourclothes #feingeschneidert #handsewing #sewing #theartoftailoring #schneiderkunst #ninaclausencouture #madeinkiel #tailormade #luxuryfashion #cashmerecoat #kaschmirmantel #mantelaufmassgeschneidert
Ein von Nina Clausen (@nina_clausen) gepostetes Foto am





Sewing Techniques









Mich findet ihr auf Instagram übrigens unter @juliajamei.

Was sind eure liebsten Instagramer, wenn es ums nähen geht? Ich bin ganz gespannt auf eure Inspirationsquellen.


Lieben Gruß,

* Julia

Donnerstag, 15. September 2016

Ohne Schnittmuster nähen: ein neues Shirt für die letzten Sonnenstrahlen

Der Spätsommer hält noch ein paar schöne Sonnentage bereit und ich würde am liebsten jede Minute draußen verbringen. Zumindest die Abende verbringe ich zur Zeit immer im freien und nehme noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages mit. Vor allem kann ich meine Sommershirts noch eine ganze Weile länger tragen.

ein schnelles T-Shirt kann man auch ohne Schnittmuster nähen

T-Shirt aus einem Jersey aus der Unbunt Stoffkollektion von alles-für-selbermacher

selbstgenähtes T-Shirt mit einem schmalen Beleg am Halsausschnitt


Flatlock-Naht als Saumabschluss statt Covernaht



Vor kurzem habe ich mir aus einem Jersey der "Unbunt"-Stoffkollektion ein super einfaches Shirt genäht ohne Schnittmuster. Ab und zu muss einfach mal etwas unkompliziertes her, wo ich nicht stundenlang tüfteln muss oder das Nähprojekt in eine Anpassungsodysee eskaliert. Außerdem war ich schlichtweg zu faul, nach einem passenden Schnittmuster zu suchen.

Wie bin ich also vorgegagen? Ich habe mir ein altes Lieblingsshirt geschnappt, zur Hälfte gefaltet und auf den Stoff gelegt. Einmal auf der Vorderseite des Shirts in der Mitte gefaltet, angezeichnet. Dann das gleiche nochmal mit der Rückseite des Shirts und schon hat man die beiden Schnittteile. Nur bei den Ärmeln benötigt man noch einen Zwischenschritt. Fand ich zumindest. Den Ärmel faltet man an der Schulter zur Hälfte, nimmt mit einem Schnittmusterpapier den Schnitt ab.

Den Halsausschnitt habe ich mit einem Jerseyschrägband verarbeitet. "Schräg" in Anführungszeichen natürlich, den bei Jersey bedeutet das, dass 90° zum Fadenlauf zugeschnitten wird.

Beim Saum habe ich einen neuen Stich an meiner Overlock ausprobiert. Ich musste unbedingt mal alles durchtesten, denn so oft kam die Gute noch nicht zum Einsatz. Bei meinen Haute Couture Kleidern wurde sie ja immer verschmäht. In meinem Video über Versäuberungstechniken könnt ihr gerne nachschauen warum ;). Die Wahl für den Saum fiel dann auf die Flatlock naht. Durch das Umschlagen und die so doppelte Stoffmenge wurde der Stich allerdings nicht gleichmäßig. So kam zufällig das Wellenmuster zustande und ich muss sagen, ich bin total happy damit. Manchmal führen "Fehler" zu ganz neuen kreativen Ergebnissen.

Wie haltet ihr es mit den Schnittmustern? Näht ihr ohne? Mich würde interessieren, was ihr schon so alles ohne Schnittmuster genäht habt.


Lieben Gruß,

* Julia


Verlinkt bei RUMS.

Dienstag, 16. August 2016

Hawaii Prints für den Sommer

Was ist das nur für ein Sommer dieses Jahr. Da kann man nur mit knalligen Prints dagegen halten. Zumindest mir geht es so. Wenn der Sommer nicht kommen mag und immer nur kurz anklopft, dann muss ich mir den Sommer eben anders herbeiholen. Hawaiiprints sind da ein wunderbares Mittel. Ein einfacher Schnitt ist schon ausreichend und die Wirkung ist enorm. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie oft ich auf dieses Shirt schon angesprochen wurde.















Mein Shirt hat noch nicht einmal Abnäher. So minimalistisch hätte ich im Nachhinein gar nicht sein müssen. Ein Abnäher hilft, um etwas mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen (bei diesem Shirt zu sehen). Mehr als ein Abnäher an der Brust sollte es dann aber nicht sein, sonst ist das schöne Muster dahin.

Solche Schnitte sind gar nicht so leicht zu finden.. zumindest, genau dann, wenn man sie sucht. Geht es dir auch oft so? Du weißt genau was du nähen möchtest, kennst die Schnittmusterzeichnung haargenau und du hast sie definitiv schon in einem der hundert Burda Magazine gesehen. Nach einer ellenlangen Sucherei gibst du auf. Du weißt zwar, dass es den Schnitt gibt, aber dir fallen keine weiteren Möglichkeiten mehr ein, wie du in dem Schnittmusterdschungel fündig werden sollst.

An diesem Punkt habe ich beschlossen, dass ich mir das selbst konstruiere. Das ging tatsächlicher schneller als die ganze Sucherei. Ich habe für den Grundschnitt komplett ohne Abnäher aufgestellt, das beschleunigt die Konstruktion etwas. Im Nachhinein würde ich es aber nicht mehr so machen. Ein Abnäher bringt nochmal einiges mehr an Tragekomfort mit sich.

Konstruierst du dir deine Schnittmuster auch selbst? Was hast du bisher schon konstruiert?

Falls die Schnittkonstruktion für dich absolute Rocket Science ist, kann ich dir diesen Blogpost von EllePuls ans Herz legen. Sie hat etliche Schnittmuster für schlichte Shirts auf Herz und Nieren geprüft und in einem tollen Artikel zusammengefast.

Happy Summer,

* Julia


Verlinkt bei Creadienstag.